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E-Zigarette: Für Raucher die bessere Alternative

E-Zigarette: Für Raucher die bessere Alternative

Durch: Verfasst von Diplom-Redakteur (FH) Volker Blasek, Medizinischer Fachredakteur 11. Dezember 2019 Kommentare: 1

Laut einer aktuellen Studie verbessert sich die Herzgesundheit von Rauchern, wenn sie auf E-Zigaretten umsteigen. Frauen profitieren am stärksten durch den Wechsel. (Bild: https://www.shutterstock.com/

E-Zigarette: Für Raucher die bessere Alternative

Verfasst von Diplom-Redakteur (FH) Volker Blasek, Medizinischer Fachredakteur 11. Dezember 2019

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

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Studie zeigt: Bessere Herzgesundheit durch Umstieg

Der Konsum von E-Zigaretten nimmt weltweit rasant zu. Über die gesundheitlichen Aspekte der Verdampfer wird derzeit viel diskutiert. Eine aktuelle Studie zeigt nun, dass es in Sachen Herzgesundheit für Raucher eine bessere Alternative ist, vom Tabakkonsum auf E-Zigaretten umzusteigen.

Forschende der University of Dundee führten im Auftrag der British Heart Foundation eine prospektiv kontrollierte Untersuchung über die gesundheitlichen Folgen eines Wechsels von Tabakkonsum auf E-Zigarette durch. Dabei zeigte sich, dass sich bereits nach einem Monat die Herzgesundheit der Teilnehmenden signifikant verbesserte. Die Ergebnisse wurden kürzlich in dem „Journal of the American College of Cardiology“ veröffentlicht.

Wer wurde kontrolliert?

Die untersuchten 114 Raucherinnen und Raucher waren alle über 18 Jahre alt und hatten zu Beginn der Studie mindestens 15 Zigaretten täglich über einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren geraucht. Bekannte Herz-Kreislauf-Erkrankungen lagen nicht vor. Während des Studienzeitraums stellten die Teilnehmenden ihren Konsum von Zigaretten auf Verdampfer um und wurden dabei gesundheitlich kontrolliert.

Was wurde kontrolliert?

Mithilfe einer flussvermittelten Dilatation wurde die Endothelfunktion der Probandinnen und Probanden bestimmt. Darüber hinaus wurde die arterielle Steifigkeit über die Pulswellengeschwindigkeit gemessen. Beide Parameter gelten als unabhängige Prädiktoren für das kardiovaskuläre Risiko. Die Studie ist die bislang größte Untersuchung zur Bestimmung der Auswirkungen von E-Zigaretten auf die Herzgesundheit.

Welche gesundheitlichen Verbesserungen wurden festgestellt?

Die Forschenden konnten dokumentieren, wie sich die Endothelfunktion (Endothel = Zellen der inneren Wandschicht von Blutgefäßen) innerhalb eines Monats durch die Umstellung von Zigaretten auf E-Zigaretten um durchschnittlich 1,5 Prozentpunkte verbesserte. Ebenso zeigte sich eine Verbesserung der Gefäßsteifigkeit. Frauen profitierten durch den Wechsel durchschnittlich mehr als Männer.

Frauen haben größere Vorteile durch den Umstieg

„Mit der Umstellung auf E-Zigaretten profitierten Frauen deutlich mehr als Männer, und wir untersuchen noch immer die Gründe dafür“, erläutert Forschungsleiter Professor Jacob George. Darüber hinaus zeigte sich eine deutlichere Verbesserung bei denjenigen, die weniger als 20 Packungsjahre geraucht haben. Ein Packungsjahr ist eine Einheit, bei der ein Raucher über ein Jahr hinweg 20 Zigaretten täglich raucht. Werden 40 Zigaretten täglich geraucht, entspricht dies zwei Packungsjahre pro Jahr, bei zehn täglichen Zigaretten sind es nur ½ Packungsjahr pro Jahr usw.

Vaping scheint weniger schädlich fürs Herz zu sein

„Jedes Jahr sterben in Großbritannien 20.000 Menschen an Herz- und Kreislauferkrankungen, die durch das Rauchen von Zigaretten verursacht werden“, ergänzt Professor Jeremy Pearson von der British Heart Foundation. Die Studie deutet darauf hin, dass Vaping weniger schädlich für die Blutgefäße ist als das Rauchen von Zigaretten. Bereits nach einen Monat seien gesundheitliche Verbesserungen eingetreten.

Der Goldstandard ist und bleibt Nichtrauchen

„Es ist wichtig zu betonen, dass E-Zigaretten nicht gesund sind – nur weniger schädlich als Tabakzigaretten“, hebt Professor George hervor. Rauchen und Vapen in jeglicher Art sei ein vermeidbarer Risikofaktor für Herzerkrankungen. Der Studienleiter rät Nichtrauchern vehement davon ab, E-Zigaretten auszuprobieren, nur weil sie weniger schädlich als Tabak sind. (vb)

Autor: Diplom-Redakteur (FH) Volker Blasek
Quellen:
  • Jacob George, Muhammad Hussain, Thenmalar Vadiveloo, u.a.: Cardiovascular Effects of Switching From Tobacco Cigarettes to Electronic Cigarettes, Journal of the American College of Cardiology, 2019, sciencedirect.com
  • University of Dundee: Vaping less harmful than cigarettes, major study finds (Abruf: 11.12.2019), dundee.ac.uk

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

QUELLE: https://www.heilpraxisnet.de/

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